Cialis zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms

Cialis kann auch bei benignen Prostatasyndroms verschrieben werden. Dabei wird vor allem die tägliche Variante von Cialis in 5mg genutzt.

Wir erklären woher Sie Cialis in 5mg gegen das benignen Prostatasyndroms erhalten können und wie es dagegen wirkt.

Autor: Michael W. Veröffentlichung: Februar 2017 – Update: Oktober 2019 | » Inhalt überprüft.

Cialis bei benignen Prostatasyndroms

Cialis bei benignen Prostatasyndroms

Cialis ist den meisten Männern seit seiner Zulassung im Jahr 2007 vor allem als Potenzmittel bekannt, das bei erektiler Dysfunktion zum Einsatz kommt.

  • Was viele dabei nicht wissen: Seit 2013 darf es zusätzlich zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms (kurz: BPS) verwendet werden.
  • Somit ist Cialis bis jetzt der einzige PDE-5-Hemmer, der bei Prostatabeschwerden eingesetzt werden darf.

Während man zumindest weiß, dass der Wirkstoff Tadalafil einen Nutzen bei Prostatabeschwerden haben kann, kennt man die genauen Wirkmechanismen leider noch nicht. Erste Hypothesen wurden jedoch bereits aufgestellt.

Was ist das benigne Prostatasyndrom (BPS)?

Unter einem benignen Prostatasyndrom versteht man eine gutartige Vergrößerung der Prostata.

Diese Vergrößerung führt dazu, dass die Harnröhre, über die der Urin ausgeschieden wird, zusammengepresst wird.

  • Die Konsequenz: Schmerzen beim Wasserlassen.

BPS kann zu erheblichen gesundheitlichen Konsequenzen führen, die unbedingt von einem Arzt beobachtet werden sollten.

In Deutschland leiden rund 20 Prozent aller Männer, die älter als 40 Jahre sind, unter erektiler Dysfunktion.

BPS ist eine korrelierende Begleiterkrankung, die in vielen Fällen zeitgleich mit den Erektionsstörungen auftritt. Hierbei handelt es sich grundsätzlich um ein Phänomen des Alters.

Aber auch bei jüngeren Patienten kann es zur Entstehung des BPS kommen. Mit den richtigen Maßnahmen kann man jedoch aktiv dagegen vorgehen.

Wie behandelt man BPS mit Cialis?

BPS wird grundsätzlich mit einer täglichen Dosis von 5 Milligramm Cialis behandelt.

Idealerweise wird die Tablette dabei jeden Tag zur selben Uhrzeit eingenommen. Sollte dies einmal nicht möglich sein, stellt eine kurzfristige Verschiebung der Einnahme dennoch kein Problem dar.

Der Wirkstoff Tadalafil weist nämlich eine Halbwertszeit von 17,5 Stunden auf, weshalb man als Patient über ein wenig Spielraum verfügt.

Während das Medikament bei erektiler Dysfunktion in keinem Fall von der Krankenkasse erstattet wird, werden die Kosten für Cialis seit 2014 beim BPS von den Krankenkassen übernommen.

  • Das Medikament ist für alle Männer über 18 Jahre geeignet.

Wie funktioniert die Behandlung?

tadalafil 5mg

Cialis basiert auf dem Wirkstoff Tadalafil.

Dabei handelt es sich um einen Phosphodiesterase-5-Hemmer. PDE-5-Hemmer blockieren das Enzym Phosphodiesterase-5, welches für eine Muskelentspannung in der Genitalregion und innerhalb der Lunge sorgt.

  • Beim BPS ist die Folge, dass sich der Blasenhals weiter öffnet.

Das Wasserlassen fällt dem Patienten somit leichter, die Beschwerden aufgrund von BPS fallen weg bzw. werden zumindest entschärft.

Auf eine ähnliche Weise funktioniert Cialis auch als Potenzmittel. In diesem Fall sorgt der Wirkstoff allerdings dafür, dass das Blut effektiver in den Penis hineinfließen kann.

Außerdem bleibt es länger darin erhalten, sodass der Mann eine stärkere Erektion hat und länger „kann“.

Welche Nebenwirkungen können bei Cialis auftreten?

Im Folgenden finde Sie eine Auflistung der am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen während der Einnahme von Cialis.

Gelegentliche bis sehr selten auftretende Nebenwirkungen erwähnen wir an dieser Stelle nicht, da diese den Rahmen des Artikels sprengen würden.

Eine vollständige Auflistung finden Sie in der Packungsbeilage von Cialis.

  • Kopfschmerzen/Migräne
  • Verstopfte Nase
  • Hautrötungen, vor allem im Gesicht („Flush„)

Ingesamt fallen die Nebenwirkungen bei Cialis (Tadalafil) in 5mg allerdings deutlich geringer aus als bei den 10 oder 20mg Dosierungen. Schließlich ist die Wirkung auch geringer, aber für die meisten Männer noch immer stark genug.

  • Vor allem für die Behandlung von benignen Prostatasyndrom ist die Dosis von 5mg absolut ausreichend.  
  • Die Nebenwirkungen lassen laut Erfahrungsberichten nach wenigen Tagen bereits wieder nach.

Zu welchen Wechselwirkungen kann es kommen?

Man sollte auf die Einnahme von Cialis verzichten, wenn man gleichzeitig Medikamente einnimmt, die den Leberstoffwechsel ankurbeln.

Dies erhöht nämlich die Wirksamkeit von Cialis und somit gleichzeitig die Nebenwirkungen. Medikamente, die in diese Kategorie gehören, sind beispielsweise Mittel gegen Pilzerkrankungen, HIV-Medikamente und verschiedene Antihistaminika.

Des Weiteren sollte man während der Einnahme von PDE-5-Hemmern unbedingt auf gefäßerweiternde Medikamente (Nitrate) verzichten. Diese stören die Blutgerinnung, können zu einem starken Blutdruckabfall führen und erhöhen die Herzfrequenz. Insbesondere der Abfall des Blutdruckes darf keinesfalls unterschätzt werden.

Außerdem verstärken auch Grapefruits den Abbau des Wirkstoffes. Alkohol verstärkt die Nebenwirkungen, gilt aber unter den meisten Männern als relativ Problemfrei.

Woher bekommt man Cialis?

cialis ohne arzt

Wenn Sie Cialis gegen das benignen Prostatasyndrom erhalten möchten, können Sie es auch von der Krankenkasse bezahlt bekommen. Sprechen Sie hierüber mit Ihren Hausarzt oder Urologen.

Falls Sie allerdings Cialis hauptsächlich gegen Impotenz nutzen möchten, wird sich in den meisten Fällen die Krankenkasse quer stellen. Dieses Medikament ist nicht zwingend „notwendig“ und dient dann eher als „Lifestyle-Medikament“. Dies kann natürlich von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich sein. Auch ihre persönliche Geschichte spielt dabei eine Rolle. 

Wenn Sie Cialis über das Internet bestellen möchten, sollten Sie darauf achten das Ihnen auch ein Original Cialis zugeschickt wird.

Fälschungen sind ein Risiko für die Gesundheit und bringen oft rechtliche Konsequenzen mit sich. Viele der Sendungen aus Indien oder der Türkei werden so oder so vom Zoll beschlagnahmt und vernichtet.

Cialis auf Online Rezept?

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Deutlich sicherer wäre es dagegen eine Online Klinik mit Rezept Service in Anspruch zu nehmen. Somit können Sie Cialis inklusive Online Rezept bestellen und müssen keinen extra Termin beim Hausarzt oder Urologen machen.

Das ganze ist dann zwar nicht so billig wie wenn Sie Cialis in der örtlichen Apotheke kaufen, dafür gewinnen Sie allerdings an Zeit und Diskretion.

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Autor & Literaturnachweis
Autor: Michael W. | Medizinstudent & Autor seit 2016

Veröffentlichung: Oktober 2016 – Update: Oktober 2019 | » Inhalt überprüft.

Verwendete Literatur:

  • A review of the use of tadalafil in the treatment of benign prostatic hyperplasia in men with and without erectile dysfunction. – ncbi.nlm.nih.gov
  • Tadalafil for benign prostatic hyperplasia – dtb.bmj.com
  • A Study of Tadalafil in Men With Benign Prostatic Hyperplasia (BPH) and Erectile Dysfunction (ED) – clinicaltrials.gov
  • Efficacy and Safety of Tadalafil Monotherapy for Lower Urinary Tract Symptoms Secondary to Benign Prostatic Hyperplasia: A Meta-Analysis – karger.com
  • Lower urinary tract symptoms secondary to benign prostatic hyperplasia: tadalafil – nice.org.uk
  • FDA Approvals: Tadalafil for Benign Prostatic Hyperplasia – medscape.org